Bruteier richtig lagern und auf die Brut vorbereiten
Bruteier richtig lagern und auf die Brut vorbereiten ist eine wesentliche Voraussetzung für einen gleichmäßigen Brutverlauf. Zwischen dem Legen...
Bruteier richtig lagern und auf die Brut vorbereiten ist eine wesentliche Voraussetzung für einen gleichmäßigen Brutverlauf. Zwischen dem Legen und dem Einlegen in die Brutmaschine entwickelt sich das Ei zwar nicht aktiv weiter, es bleibt jedoch biologisch empfindlich. Ungeeignete Temperaturen, starke Feuchtigkeitsverluste oder eine falsche Position können die spätere Entwicklung beeinträchtigen.
Bruteier richtig lagern und auf die Brut vorbereiten bedeutet außerdem, nur geeignete Eier auszuwählen und abrupte Temperaturwechsel zu vermeiden. Die Brutmaschine kann optimale Bedingungen während der Brut schaffen. Schäden, die zuvor durch falsche Lagerung, Verschmutzung oder eine beschädigte Schale entstanden sind, lassen sich später jedoch nicht rückgängig machen.
Welche Bruteier eignen sich für die Brut
Geeignete Bruteier besitzen eine intakte, gleichmäßig ausgebildete Schale und eine für die jeweilige Geflügelart typische Größe. Sehr kleine, außergewöhnlich große oder deutlich verformte Eier weisen häufiger ungünstige Voraussetzungen für die Entwicklung auf. Eier mit Rissen, sehr dünnen Schalen oder auffälligen Kalkablagerungen sollten ebenfalls aussortiert werden.
Die Schale schützt den Embryo, ermöglicht aber gleichzeitig den notwendigen Gasaustausch. Ihre Oberfläche besitzt zahlreiche feine Poren. Feuchtigkeit und Verunreinigungen können deshalb in das Ei gelangen. Stark verschmutzte Eier sollten nicht für die Brut verwendet werden. Vom Waschen unter fließendem Wasser ist abzuraten, da Feuchtigkeit und Temperaturunterschiede das Eindringen von Keimen begünstigen können.
Bruteier sollten regelmäßig eingesammelt und vor direkter Sonneneinstrahlung, Frost und starken Temperaturschwankungen geschützt werden. Wichtig ist außerdem, dass die Eier von gesunden und ausreichend versorgten Elterntieren stammen. Nicht jedes optisch einwandfreie Ei ist automatisch befruchtet. Die tatsächliche Entwicklung kann erst nach einigen Bruttagen durch das Schieren beurteilt werden.
Bruteier richtig lagern
Für eine kurzzeitige Lagerung benötigen Bruteier einen kühlen, sauberen und ausreichend feuchten Raum. Ein gewöhnlicher Haushaltskühlschrank ist meistens zu kalt. Als allgemeiner Richtwert werden häufig Temperaturen von ungefähr 12 bis 15 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 70 bis 80 Prozent verwendet. Die Anforderungen können je nach Geflügelart und Lagerdauer abweichen.
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Lagerfaktor |
Allgemeiner Richtwert |
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Lagertemperatur |
etwa 12 bis 15 °C |
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Relative Luftfeuchtigkeit |
ungefähr 70 bis 80 % |
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Lagerposition |
Spitze nach unten |
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Empfohlene Lagerdauer |
möglichst nicht länger als sieben Tage |
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Bewegung bei mehrtägiger Lagerung |
Eier täglich vorsichtig neigen oder wenden |
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Umgebung |
sauber, geruchsarm und ohne direkte Sonneneinstrahlung |
Die Eier werden mit der stumpfen Seite nach oben gelagert, da sich dort die Luftkammer befindet. Bei einer mehrtägigen Lagerung empfiehlt es sich, die Eier täglich vorsichtig zu neigen. Dadurch wird verhindert, dass der Dotter dauerhaft in derselben Position liegt.
Mit zunehmender Lagerdauer kann die Schlupffähigkeit zurückgehen. Eine Lagerung von mehr als sieben Tagen ist zwar möglich, sollte aber vermieden werden, wenn frische Bruteier zur Verfügung stehen. Datum und Herkunft können mit einem weichen Bleistift auf der Schale vermerkt werden. Filzstifte oder aggressive Markierungen sind dafür weniger geeignet.
Bruteier vor dem Einlegen vorbereiten
Bruteier sollten nicht direkt aus einem kühlen Lagerraum in eine bereits warme Brutmaschine gelegt werden. Durch den schnellen Temperaturwechsel kann sich Kondenswasser auf der Schale bilden. Dieses sogenannte Schwitzen erhöht das Risiko, dass Verunreinigungen über die Poren der Schale eindringen.
Deshalb sollten die Eier vor dem Einlegen langsam an die Raumtemperatur angepasst werden. Je nach Ausgangstemperatur und Eiergröße kann dafür eine mehrstündige Ruhezeit erforderlich sein. Währenddessen werden die Eier in einer sauberen Umgebung gelagert und nicht unnötig bewegt.
Die Brutmaschine sollte bereits vor dem Einlegen gereinigt, getrocknet und auf die vorgesehenen Werte eingestellt werden. Ein Probelauf zeigt, ob Temperatur, Befeuchtung und Luftzirkulation stabil arbeiten. Vor dem Befüllen müssen außerdem die passenden Bruthorden beziehungsweise Einsätze für die jeweilige Eiergröße verwendet werden.
Nach dem Einlegen benötigt die Maschine Zeit, um wieder die eingestellte Temperatur zu erreichen. Die Temperatur sollte deshalb nicht vorschnell erhöht werden. Die kühleren Eier senken den Messwert zunächst auf natürliche Weise ab.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange können Bruteier gelagert werden?
Möglichst frische, aber mindestens 24 Stunden ruhte Eier bieten die besten Voraussetzungen. Als praktische Orientierung gilt eine optimale Lagerdauer von drei bis höchstens sieben Tagen. Erst bei einer Lagerung von über zehn Tagen nimmt die Schlupffähigkeit allmählich spürbar ab.
Dürfen verschmutzte Bruteier gewaschen werden?
Stark verschmutzte Eier sollten besser aussortiert werden. Durch nasses Waschen können Keime über die Poren in das Ei gelangen. Saubere Nester und häufiges Einsammeln sind daher besonders wichtig.
Warum werden Bruteier mit der Spitze nach unten gelagert?
An der stumpfen Seite des Eis befindet sich die Luftkammer. Die Lagerung mit der Spitze nach unten unterstützt ihre natürliche Position.
Mit geeigneten Bruteiern und einer sorgfältigen Vorbereitung werden wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Brutdurchgang geschaffen. Prodi bietet Ihnen die hochklassigen Brutmaschinen, Bruthorden und Zubehörlösungen von Cimuka – maßgeschneidert für jede Geflügelart und jede Betriebsgröße.