Experten-Wissen für eine erfolgreiche Schlupfphase
Experten-Wissen für eine erfolgreiche Schlupfphase: Erfahren Sie, worauf es bei Temperatur, Luftfeuchtigkeit und der richtigen Kontrolle ankommt.
Die Zielgerade: Experten-Wissen für eine erfolgreiche Schlupfphase
Die letzten drei Tage einer Brut sind die spannendsten, aber auch die sensibelsten. Wenn die Küken in die Schlupfphase eintreten, verändern sich die Anforderungen an die Brutmaschine schlagartig. Jetzt geht es nicht mehr um die Entwicklung im Ei, sondern um den Kraftakt des Schlüpfens. Hier erfahren Sie, worauf es auf der Zielgeraden wirklich ankommt.
Die goldene Regel: Das Brutgerät bleibt geschlossen
Der wichtigste Rat für diese Phase lautet: Geduld bewahren. Sobald das erste Küken die Schale anpickt, ist ein stabiles Schlupfklima entscheidend. Da wir die Luftfeuchtigkeit für die Schlupfphase bereits präzise auf den idealen, hohen Wert eingestellt haben, sind keine weiteren manuellen Eingriffe nötig.
Ihr Vorteil mit Cimuka: Sollten Sie das Brutgerät dennoch einmal kurz öffnen müssen, ist das dank unserer ausgereiften Technologie kein Problem. Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden nach dem Schließen extrem schnell wieder auf das eingestellte Soll-Niveau reguliert. Dennoch ist das Sichtfenster die erste Wahl, um den Schlupffortschritt ohne jeden Eingriff in das Mikroklima bequem zu verfolgen.
Luftfeuchtigkeit und Belüftung präzise steuern
In den letzten zwei bis drei Tagen vor dem Schlupf (bei Hühnern ab dem 18. Tag) wird die Wendung gestoppt. Die Eier liegen nun ruhig auf den Schlupfkörben oder Matten.
- Feuchtigkeitsmanagement: Jetzt ist der Zeitpunkt, den Wasserstand im Brutgerät zu erhöhen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit macht die Eierschale mürbe und erleichtert den Küken den Ausstieg.
- Sauerstoffbedarf: Auch wenn die Feuchtigkeit hoch sein muss, benötigen die Küken kurz vor dem Schlupf deutlich mehr Sauerstoff. Unsere Brutmaschinen sind so konstruiert, dass trotz hoher Feuchtigkeit eine stetige Frischluftzufuhr gewährleistet bleibt, ohne dass die Temperatur schwankt.
Der Moment des Schlupfes: Zeit zum Ausruhen
Es ist völlig normal, dass zwischen dem ersten Anpicken und dem tatsächlichen Schlupf viele Stunden vergehen können. Das Küken ruht sich zwischendurch aus und zieht den Restdottersack ein. Dieser Dottersack versorgt es in den ersten 24 bis 48 Stunden komplett mit Energie und Flüssigkeit.
Praxis-Tipp: Nehmen Sie die Küken nicht einzeln aus der Maschine. Warten Sie, bis der Großteil der Gruppe geschlüpft und das Gefieder weitgehend trocken ist. Die frisch geschlüpften Küken sind sehr robust und fühlen sich in der stabilen Wärme des Brutofens erst einmal am wohlsten.
Vorbereitung für den Umzug
Während in der Brutmaschine noch das letzte Leben erwacht, sollte das Kükenheim bereits vorbereitet sein. Um den Küken nach dem Schlupf den idealen Start zu ermöglichen, empfehlen wir unsere CB Aufzuchtboxen. Dank der integrierten Wärmequelle bieten diese Boxen eine konstante und sichere Temperatur, die genau auf die Bedürfnisse der frisch geschlüpften Küken abgestimmt ist. Sobald die Küken trocken und agil sind, ist der Umzug in die Aufzuchtbox der nächste große Schritt für ein gesundes Wachstum.
Checkliste für die Schlupfphase:
- Vorbereitung: Sind nach Abschluss der Vorbrut die Temperatur- und Feuchtigkeitswerte exakt auf die jeweilige Geflügelart eingestellt?
- Wendesystem: Ist die automatische Wendung ausgeschaltet und wurden die Küken für den Schlupf sicher in den Schlupfkorb umgebettet?
- Wasserreservoire: Sind alle Kanäle der Wasserwanne mit kalkfreiem, sterilisiertem Wasser vollständig befüllt?
- Sichtkontrolle: Nutzen Sie für die Beobachtung primär die Sichtfenster, um das Schlupfklima nicht unnötig zu stören.
Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, regelt das Brutgerät den Rest fast von allein. Bei Unsicherheiten zu den exakten Werten für verschiedene Geflügelarten hilft Ihnen unsere Team jederzeit weiter.