Allgemeines

Frage: Was ist eine Brutmaschine?
Antwort: Eine Brutmaschine imitiert die natürlichen Brutbedingungen einer Henne. Sie steuert Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Belüftung und das regelmäßige Wenden der Eier. Für mehr info bitte: Unser Brutmaschinen-Sortiment auf einem Blick.


Frage: Was ist der Unterschied zwischen Brutmaschine und Schlupfmaschine?
Antwort: Die Modelle der SH-Serie und der C-Serie sind vielseitige Kombimodelle, die sowohl die Vorbrut als auch den Schlupf in einem Gerät vereinen. Diese Maschinen ermöglichen es, die gesamte Brutzeit abzudecken, können jedoch durch den Einsatz zusätzlicher Schlupfkörbe bei Bedarf auch vollständig als reine Schlupfmaschinen genutzt werden. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der S-Serie um reine Entwicklungsmaschinen, die ausschließlich auf die Vorbrut und die optimale Entwicklung der Embryonen in der ersten Phase der Brutzeit spezialisiert sind. Die H-Modelle hingegen sind die dedizierten Schlupfmaschinen, die speziell für die letzten drei Tage der Brutzeit eingesetzt werden, um den Küken eine ideale Umgebung für den eigentlichen Schlupfvorgang zu bieten. Für mehr info bitte: Unser Brutmaschinen-Sortiment auf einem Blick.


Frage: Welche Vorteile hat eine Brutmaschine gegenüber einer Glucke?
Antwort: Die Nutzung einer Brutmaschine ermöglicht es Ihnen, vollkommen unabhängig von den Jahreszeiten oder dem natürlichen Brutverhalten der Tiere zu züchten. Da die Bedingungen innerhalb der Maschine präzise kontrollierbar und stabil bleiben, werden Schwankungen, denen eine natürliche Brut ausgesetzt wäre, effektiv vermieden. Unsere Maschinen erreichen dabei eine hervorragende durchschnittliche Schlupfrate von ca. 95–97 %, sofern die Qualität der Bruteier sowie die Umgebungsbedingungen optimal sind. Durch diese kontrollierte Umgebung schaffen Sie die bestmöglichen Voraussetzungen für einen erfolgreichen und planbaren Schlupf Ihrer Küken.

Frage: Welche Maschine passt zu meiner geplanten Anzahl an Eiern?
Antwort: Unser Sortiment bietet für jeden Bedarf die passende Lösung, angefangen bei der PD-Serie, die mit einer Kapazität von bis zu 60 Eiern ideal für Einsteiger geeignet ist. Die CT-Serie richtet sich an ambitionierte Züchter und umfasst die Typen SH, S sowie H mit Kapazitäten von 60 bis 180 Hühnereiern. Für größere Zuchtvorhaben bieten wir die HB-Serie an, welche die Typen C, S und H abdeckt und einen Bereich von 175 bis zu 700 Eiern bedient. Für den professionellen Einsatz führen wir zudem unsere gewerblichen Maschinen, die Kapazitäten von 960 bis zu 4.800 Hühnereiern ermöglichen, sodass Sie je nach Zuchtziel zwischen kompakten Hobbygeräten und leistungsstarken Profi-Systemen wählen können. Für mehr info bitte: Unser Brutmaschinen-Sortiment auf einem Blick.


Frage: Welche Kapazität bietet die Maschine für meine Eiersorte?
Die angegebene Kapazität unserer Maschinen bezieht sich standardmäßig auf Hühnereier, um Ihnen einen klaren Richtwert für die Orientierung zu geben. Die tatsächliche Anzahl der Eier, die Sie einlegen können, variiert jedoch je nach Eiersorte: Während bei kleineren Eiern, wie etwa Wachteleiern, eine deutlich höhere Menge in das Gerät passt, verringert sich die Kapazität entsprechend bei größeren Eiern wie Enten- oder Gänseeiern. So bietet die PD-Serie Platz für bis zu 60 Hühnereier, die CT-Serie fasst zwischen 60 und 180, und die HB-Serie deckt den Bereich von 175 bis zu 700 Hühnereiern ab. Für den industriellen Einsatz führen wir zudem gewerbliche Maschinen für bis zu 4.800 Hühnereier. Für mehr info bitte: Unser Brutmaschinen-Sortiment auf einem Blick.


Aufstellung & Vorbereitung

Frage: Worauf sollte ich beim Auspacken der Maschinenteile besonders achten? Antwort: Nehmen Sie alle Verpackungsmaterialien vorsichtig ab und führen Sie eine Sichtprüfung aller Teile durch. Kontrollieren Sie insbesondere die Gehäusewände und die technischen Komponenten auf eventuelle Transportschäden, bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen.

Frage: Wo sollte ich meine Brutmaschine aufstellen? Antwort: Um eine konstante Leistung und hohe Schlupfraten zu gewährleisten, sollte die Maschine in einem geschlossenen Raum mit einer stabilen Umgebungstemperatur von mindestens 15 °C aufgestellt werden. Bitte beachten Sie dabei folgende Punkte für einen sicheren Betrieb:

  • Sicherheit & Zugang: Platzieren Sie das Gerät an einem Ort, der für kleine Kinder und Haustiere unzugänglich ist, um Unfälle oder eine versehentliche Verstellung der Parameter zu vermeiden.
  • Abstand: Halten Sie einen Mindestabstand von 50 cm zu Wänden und Möbeln ein, um eine ungehinderte Luftzirkulation zu ermöglichen.
  • Sonneneinstrahlung: Stellen Sie das Gerät niemals in direktem Sonnenlicht auf, da dies zu unkontrollierbaren Temperaturschwankungen im Inneren führen kann.
  • Raumklima: Vermeiden Sie die Aufstellung auf Balkonen, in feuchten Kellerräumen oder in Bereichen mit starker Zugluft.
  • Untergrund & Strom: Die Maschine muss auf einer stabilen, ebenen Fläche stehen und zwingend an einer geerdeten Stromleitung betrieben werden.

Durch die Wahl eines ruhigen, sicheren und temperaturstabilen Standorts schaffen Sie die ideale Basis für eine erfolgreiche Entwicklung der Embryonen.


Frage: Welche Umgebung ist ungeeignet?
Antwort: Vermeiden Sie Temperaturen unter 15 °C oder über 30 °C, Zugluft, starke Temperaturschwankungen, sowie Räume mit Haustieren oder Kindern.

Warum darf ich die Maschine nicht im selben Stromkreis wie Großgeräte betreiben? Antwort: Um Fehlfunktionen der empfindlichen Steuerung zu vermeiden, sollte die Maschine nicht an Stromkreisen angeschlossen werden, an denen gleichzeitig Geräte mit hohem Verbrauch (wie z. B. große Häcksler oder Heizstrahler) hängen. Spannungsspitzen oder -abfälle könnten die präzise Temperaturregelung stören.


Frage: Muss die Brutmaschine vor dem ersten Einsatz gereinigt werden?
Antwort: Ja, wischen Sie das Gerät innen mit einem milden Reinigungsmittel sauber. So entfernen Sie Staub oder Rückstände vom Transport.

Was muss ich beim ersten Anschließen der Kabel beachten?Antwort: Achten Sie darauf, dass alle Verbindungen – insbesondere die Adapter für das Conturn™-Wendesystem und das Humisonic™-Befeuchtungssystem – fest und korrekt im Bedienfeld eingesteckt sind, bevor Sie das Netzkabel mit der Steckdose verbinden.

Frage: Muss die Maschine vor dem Einlegen der Eier getestet werden? Antwort: Ja, es ist zwingend erforderlich, die Maschine vor dem Beladen der Eier für 3-4 Stunden leer laufen zu lassen. Während dieser Zeit können Sie überprüfen, ob sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit stabil auf die von Ihnen eingestellten Werte einpendeln.

Frage: Muss die Wasserschale schon bei der Vorbereitung gefüllt werden? Antwort: Ja, füllen Sie bereits während der Vorbereitungsphase den ersten Kanal der Wasserschale mit Wasser auf. Nur so kann das Humisonic™-System während des Testlaufs die gewünschte Luftfeuchtigkeit korrekt aufbauen und stabilisieren. Bei der CT- und HB-Serie müssen Sie sich um fast nichts kümmern: Das integrierte Humisonic™-System steuert die Feuchtigkeit komplett automatisch. Sie geben einfach Ihren Wunschwert ein, und die Maschine erledigt den Rest. Bei der PD-Serie ist dagegen Ihr Fingerspitzengefühl gefragt. Die Maschine zeigt Ihnen zwar genau an, wie feucht es im Inneren ist, aber sie regelt es nicht von selbst. Sie steuern die Feuchtigkeit hier manuell: Starten Sie den Testlauf mit voll geöffneten Lüftungsventilen. Wenn die Feuchtigkeit zu niedrig ist, füllen Sie einfach die zweite Rinne der Wasserschale zusätzlich auf. Beobachten Sie die Werte während der 3 bis 4 Stunden Leerlauf genau und passen Sie die Wassermenge oder die Ventile so an, bis alles perfekt für Ihre Eier passt.

Frage: Warum zeigt die PD-Serie die Feuchtigkeit an, regelt sie aber nicht automatisch? Antwort: Die PD-Serie ist so konzipiert, dass sie dem Züchter volle Transparenz über das Klima im Brutraum bietet. Da die Regulierung hier passiv über die Oberfläche der Wasserrinnen und die Belüftung erfolgt, dient die Anzeige als Kontrollinstrument, damit der Züchter durch das Befüllen zusätzlicher Rinnen oder das Verstellen der Ventile selbst steuernd eingreifen kann.

Frage: Wie wirken sich die Lüftungsventile auf die Luftfeuchtigkeit aus? Antwort: Die Lüftungsventile regulieren den Luftaustausch. Weit geöffnete Ventile fördern die Frischluftzufuhr, können aber die Luftfeuchtigkeit senken. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, die Feuchtigkeit stabil zu halten, sollten Sie das Zusammenspiel zwischen dem Wasserstand in den Rinnen und der Ventilposition während der Testphase genau abstimmen.







Eier vorbereiten

Frage: Welche Eier eignen sich zum Brüten?
Antwort: Bitte nur saubere, normal geformte und unbeschädigte Eier verwenden, die keine Risse oder Defekte in der Schale aufweisen. Achten Sie besonders darauf, dass die Eier nicht älter als 10 Tage sind, da die Schlupfrate danach deutlich sinkt. Idealerweise wurden die Eier vor dem Einlegen bei einer Temperatur zwischen 12 °C und 15 °C gelagert. Ganz wichtig: Waschen oder schrubben Sie verschmutzte Eier niemals mit Wasser ab, da Sie dabei die natürliche Schutzschicht (Cuticula) der Schale zerstören, was Keimen das Eindringen ermöglicht und den Embryo schädigt. Stark verschmutzte Eier sollten daher von vornherein aussortiert werden. Bevor Sie die Eier endgültig in die Maschine einlegen, sollten diese sich für einige Stunden an die Raumtemperatur gewöhnen können, um einen Temperaturschock zu vermeiden.


Frage: Soll ich frisch gesammelte Eier sofort einlegen?
Antwort: Nein, Sie sollten frisch gesammelte Eier nicht sofort in die warme Maschine legen. Es ist wichtig, dass die Eier nach dem Einsammeln zunächst eine Ruhephase von etwa 24 Stunden erhalten. Lagern Sie die Eier in dieser Zeit an einem kühlen Ort (ideal sind 12 °C bis 15 °C) mit der Spitze nach unten. Diese Ruhezeit dient dazu, dass sich das Innere des Eis, insbesondere die Hagelschnüre und die Luftkammer, stabilisieren kann. Bevor Sie die Eier dann endgültig in die Brutmaschine einlegen, sollten Sie diese für einige Stunden in den Brutraum bringen, damit sie sich langsam an die Raumtemperatur gewöhnen können. Dies verhindert die Bildung von Kondenswasser auf der Schale und schützt den Embryo vor einem gefährlichen Temperaturschock.

Frage: Wie lege ich die Eier in die Maschine?
Antwort: Beim Einlegen der Eier in die Conturn™-Wendehorden ist die Ausrichtung entscheidend: Die Eier müssen immer mit der Spitze nach unten (das stumpfe Ende mit der Luftkammer zeigt nach oben) in die Kanäle gesetzt werden. Achten Sie darauf, dass die Eier fest sitzen, aber nicht gequetscht werden, damit das Wendesystem sie gleichmäßig bewegen kann. Falls Sie Eier unterschiedlicher Größe brüten, sollten Sie die Abstände der Trennstege in den Horden vorab so anpassen, dass jedes Ei genügend Platz für die Drehung hat, ohne gegen die Nachbareier zu stoßen. Ein falsches Einlegen – etwa mit der Spitze nach oben – kann dazu führen, dass das Küken im Ei falsch liegt und den Schlupf später nicht aus eigener Kraft schafft.

Frage: Wie erkenne ich, ob ein Ei für die Brut ungeeignet ist?
Antwort: Neben Rissen und starkem Schmutz sollten Sie vor allem auf die Form und die Schalenbeschaffenheit achten. Eier, die extrem rund, sehr langgestreckt oder deformiert sind, führen oft zu Fehlentwicklungen. Auch Eier mit sehr dünner Schale oder kalkigen Ablagerungen („Pickeln“) auf der Oberfläche sollten aussortiert werden, da sie den Gasaustausch und die Feuchtigkeitsregulierung im Ei stören. Ein kurzer Test mit einer Schierlampe vor dem Einlegen hilft zudem, feine Haarrisse zu entdecken, die mit bloßem Auge unsichtbar sind, aber während der Brut zum Platzen des Eies oder zum Eindringen von Bakterien führen könnten. Unsere Eierkontrollampe ES1 eignet sich perfekt dafür.

Frage: Soll ich die Eier vor dem Einlegen desinfizieren?
Antwort: Im privaten Bereich ist eine Desinfektion bei sauberen Eiern meist nicht nötig, solange die Hygiene im Stall und im Nest stimmt. Wenn Sie jedoch Eier von fremden Züchtern zukaufen, kann eine spezielle Trockendesinfektion mit dafür geeignetem Pulver oder Gas sinnvoll sein, um keine Krankheitserreger in Ihre saubere Maschine einzuschleppen. Verwenden Sie dabei niemals Flüssigkeiten, die in die Schale einziehen könnten. Für die meisten Hobbyzüchter ist es völlig ausreichend, nur optisch einwandfreie Eier auszuwählen und die Brutmaschine selbst vor jedem neuen Durchgang gründlich zu reinigen und zu desinfizieren.

Brutprozess

Frage: Welche Temperatur ist für eine erfolgreiche Brut optimal?
Antwort: Die Standard-Einstellung für die meisten Geflügelarten, wie zum Beispiel Hühner, liegt bei 37,7 °C. Es ist extrem wichtig, dass diese Temperatur während der gesamten Vorbrutphase so stabil wie möglich bleibt, da bereits Abweichungen von einem Grad das Ergebnis gefährden können. Zu hohe Temperaturen beschleunigen die Entwicklung unnatürlich und können zu Missbildungen oder zum Absterben führen, während zu niedrige Temperaturen den Schlupf verzögern und die Küken schwächen. Erst in den letzten 2 bis 3 Tagen vor dem Schlupf (der sogenannten Schlupfphase) wird die Temperatur üblicherweise leicht um etwa 0,2 °C bis 0,5 °C gesenkt, da die Küken durch ihre eigene Eigenwärme und Aktivität im Ei die Umgebungstemperatur zusätzlich erhöhen.

Frage: Wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit sein?
Antwort: Die optimale Luftfeuchtigkeit ändert sich im Laufe der Brut und ist entscheidend für die Entwicklung der Luftkammer im Ei. In der Vorbrutphase (bei Hühnern bis zum 18. Tag) sollte die Feuchtigkeit bei etwa 45 % bis 55 % liegen. Dies sorgt dafür, dass das Ei kontrolliert Feuchtigkeit verliert und die Luftkammer groß genug wird. Sobald die Schlupfphase beginnt (die letzten 2–3 Tage), wird die Luftfeuchtigkeit deutlich auf 65 % bis 75 % (bei manchen Rassen sogar höher) angehoben. Diese hohe Feuchtigkeit ist lebensnotwendig, damit die Eihaut im Inneren weich und geschmeidig bleibt. Wäre es in dieser Phase zu trocken, würde die Haut zäh wie Leder werden und das Küken bliebe daran kleben („festgeklebt“), was den Schlupf unmöglich machen würde.

Frage: Wie erhöhe ich die Luftfeuchtigkeit für die Schlupfphase richtig?
Antwort: Sobald die letzten 2 bis 3 Tage vor dem Schlupf anbrechen, müssen Sie die Feuchtigkeit erhöhen, damit die Eihaut geschmeidig bleibt. Bei der CT- und HB-Serie ist dies besonders einfach: Sie ändern lediglich den Zielwert am digitalen Steuergerät auf den gewünschten Prozentsatz (z. B. 70 %). Das Humisonic™-System setzt diesen Befehl sofort um und vernebelt automatisch die nötige Menge Wasser. Bei der PD-Serie müssen Sie selbst aktiv werden: Befüllen Sie nun zusätzlich zur ersten auch die zweite (und falls nötig weitere) Rinne der Wasserschale komplett mit Wasser. Da die PD-Serie die Feuchtigkeit über die Wasseroberfläche reguliert, erreichen Sie durch die zusätzliche Rinne den nötigen Anstieg. Kontrollieren Sie bei allen Modellen kurz nach der Umstellung im Display, ob die Werte wie gewünscht steigen, damit Ihre Küken optimale Startbedingungen haben.

Frage: Wie funktioniert die automatische Befeuchtung (Humisonic™)?
Antwort: Das Humisonic™-System nutzt moderne Ultraschall-Technologie, um Wasser in einen hauchfeinen, kühlen Nebel zu verwandeln. Sobald die Sensoren im Inneren der Maschine feststellen, dass die Luftfeuchtigkeit unter den von Ihnen eingestellten Zielwert sinkt, aktiviert sich das Modul automatisch und leitet diesen feinen Wasserdampf in den Brutraum. Der große Vorteil: Da der Nebel extrem fein ist, wird die Feuchtigkeit sofort von der Luft aufgenommen, ohne dass die Eier nass werden. Das System regelt so präzise nach, dass die Luftfeuchtigkeit während der gesamten Brutphase konstant bleibt, ohne dass Sie manuell Wasser nachfüllen oder Ventile verstellen müssen (solange der externe Wassertank gefüllt ist).

Frage: Soll ich trotzdem Wasser in die Wasserschale füllen, auch wenn ich das Humisonic™-System nutze?
Antwort: Ja, das ist absolut empfehlenswert. Wenn Sie die erste Rinne der Wasserschale zusätzlich mit Wasser füllen, erzeugen Sie eine Grundfeuchtigkeit im Brüter. Das hat zwei große Vorteile: Erstens muss das Humisonic™-System seltener aktiv werden, was Energie spart und die Lebensdauer der Ultraschall-Membran verlängert. Zweitens dient das Wasser in der Schale als Sicherheitspuffer. Sollte der externe Wassertank einmal leer sein oder das automatische System ausfallen, verhindert die Wasserreserve in der Schale, dass die Luftfeuchtigkeit schlagartig abfällt und die Brut gefährdet wird. Es ist also eine einfache, aber effektive Methode, um den Brutprozess noch stabiler und sicherer zu machen.

Frage: Welches Wasser sollte ich für das Humisonic™-System verwenden?
Antwort: Um die Lebensdauer des Ultraschallmoduls zu verlängern, wird dringend empfohlen, destilliertes Wasser oder kalkfreies, gefiltertes Wasser zu verwenden. Da das Humisonic™-System Wasser durch Hochfrequenzschwingungen vernebelt, würde normales Leitungswasser sehr schnell zu Kalkablagerungen auf der Membran führen. Diese Kalkschichten beeinträchtigen nicht nur die Leistung, sondern können das Modul dauerhaft beschädigen. Wenn Sie destilliertes Wasser nutzen, bleibt das System sauber, die Düsen verstopfen nicht und die Luftfeuchtigkeit wird über den gesamten Brutzeitraum hinweg viel präziser geregelt. Sollten Sie dennoch Leitungswasser verwenden müssen, achten Sie darauf, das Modul nach jedem Brutvorgang besonders gründlich von Kalkrückständen zu befreien.


Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Wendung zu stoppen und die Eier umzulegen?
Antwort: Der Wechsel von der Vorbrut- in die Schlupfphase findet bei Hühnereiern normalerweise am Ende des 18. Bruttages statt. Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie das automatische Wendesystem (Conturn™) stoppen und die Eier vorsichtig von den Wendehorden in den Schlupfkorb (am Boden der Maschine) umlegen. Ab diesem Moment dürfen die Eier nicht mehr bewegt werden, damit sich das Küken im Ei in die endgültige Schlupfposition bringen kann. Gleichzeitig mit dem Umlegen sollten Sie die Luftfeuchtigkeit wie empfohlen erhöhen und die Temperatur leicht senken. Ein kleiner Profi-Tipp: Öffnen Sie die Maschine während der letzten 2 bis 3 Tage so selten wie möglich, um das feucht-warme „Schlupfklima“ nicht entweichen zu lassen, da jedes Öffnen die Eihaut austrocknen und den Schlupf erschweren kann.

Frage: Wie lange sollten die Küken nach dem Schlupf im Brüter bleiben?
Antwort: Sobald die ersten Küken geschlüpft sind, sollten sie für 24 bis maximal 48 Stunden in der Brutmaschine bleiben. In dieser Zeit zehren sie noch von ihrem eingezogenen Dottersack und benötigen weder Futter noch Wasser. Es ist sogar sehr wichtig, dass die Küken im Brüter vollständig trocknen und flauschig werden, bevor sie in die Aufzuchtbox umgesetzt werden. Lassen Sie die Maschine während dieser Phase unbedingt geschlossen! Jedes Öffnen würde die Luftfeuchtigkeit schlagartig senken, was dazu führen könnte, dass die Eihaut bei den noch nicht geschlüpften Küken austrocknet und diese im Ei festkleben. Erst wenn ein Großteil der Gruppe trocken und munter ist, sollten Sie alle gemeinsam zügig entnehmen.

Frage: Wie reinige und desinfiziere ich die Maschine nach dem Schlupf richtig?
Antwort: Sobald alle Küken entnommen sind, ist eine gründliche Reinigung entscheidend für den Erfolg der nächsten Brut. Entfernen Sie zunächst alle Eierschalenreste, Flaumfedern und groben Schmutz aus dem Inneren. Die Kunststoffteile wie die Wasserschalen und die Schlupfkörbe können Sie mit warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel säubern. Wischen Sie das Gehäuse und die technischen Bauteile (Vorsicht bei Elektronik und Ventilatoren!) mit einem feuchten Tuch ab. Da sich während der feucht-warmen Brutphase Bakterien und Keime bilden können, sollten Sie die gesamte Maschine danach mit einem geeigneten, materialschonenden Desinfektionsmittel einsprühen oder auswischen. Lassen Sie die Maschine nach der Reinigung mindestens 24 Stunden lang bei geöffnetem Deckel vollständig an der Luft trocknen, bevor Sie sie für den nächsten Durchgang vorbereiten oder einlagern.

Frage: Wie funktioniert die automatische Wendung bei den verschiedenen Modellen?
Antwort: Die automatische Wendung ist entscheidend, um zu verhindern, dass der Embryo an der Eischale festklebt. Je nach Modell nutzt Ihre Maschine dafür unterschiedliche Systeme: Die HB-Serie ist mit dem TurnX™-System ausgestattet, bei dem die gesamten Horden sanft in einem Winkel von 45° gekippt werden. Andere Modelle nutzen das Conturn™-System, welches die Eier in den Kanälen bewegt. Beide Systeme arbeiten vollautomatisch und kontunierlich. Dieser Rhythmus wird bis zum Ende des 18. Bruttages (bei Hühnern) beibehalten. Erst dann, mit Beginn der Schlupfphase, müssen Sie die Wendung stoppen und die Eier waagerecht in den Schlupfkorb umlegen, damit sich das Küken für den Schlupf richtig positionieren kann.


Frage: Kann ich die Eier manuell wenden?
Antwort: Ja, eine manuelle Ausrichtung ist möglich, die Bedienung unterscheidet sich jedoch je nach Modell:

  • HB-Serie (TurnX™): Diese Modelle verfügen über einen physischen Wendeknopf direkt am Motor-Adapter. Dieser wird genutzt, um die Horden für das Einlegen oder Entnehmen der Eier in eine waagerechte (parallele) Position zu fahren.
  • CT-Serie (Conturn™): Hier gibt es keinen separaten Knopf am Gehäuse.

Wichtiger Sicherheitshinweis: Versuchen Sie niemals, die Horden oder Rollen gewaltsam von Hand zu drehen oder die Horden in einer stark geneigten Position aus der Maschine zu heben. Dies kann das empfindliche Getriebe der Wendemotoren sofort beschädigen. Nutzen Sie immer die elektronische Steuerung bzw. den Wendeknopf, um die gewünschte Position zu erreichen.

Kontrolle & Sicherheit

Frage: Wie erkenne ich, ob die Sensoren korrekt arbeiten?
Antwort: Die digitalen Sensoren kalibrieren sich beim Start automatisch. Zur zusätzlichen Sicherheit können Sie ein geeichtes Kontrollthermometer auf Höhe der Eioberkante platzieren. Sollte die Anzeige am Display dauerhaft um mehr als 0,2°C abweichen, bietet das Menü unter dem Punkt „Calibration“ die Möglichkeit zur Feinjustierung.

Frage: Was muss ich bei einem Stromausfall tun?
Antwort: Dank der hohen Isolierung der HB- und CT-Serie bleibt die Wärme lange erhalten. Lassen Sie die Maschine bei einem kurzen Ausfall (bis zu 2 Stunden) unbedingt geschlossen. Bei längeren Ausfällen können Sie das Gehäuse mit einer Decke isolieren, solange die Lüftungslöcher minimal frei bleiben. Sobald der Strom zurückkehrt, regelt die Maschine alles automatisch nach; prüfen Sie dann nur kurz den Wasserstand und die Wendung.

Frage: Warum ertönt ein Alarm und wie reagiere ich darauf?
Antwort: Der Alarm wird ausgelöst, wenn die Temperatur oder Luftfeuchtigkeit die eingestellten Grenzwerte unter- oder überschreitet. Prüfen Sie auf dem Display, welcher Wert blinkt. Meist ist die Ursache ein leerer Wassertank oder eine zu lange geöffnete Tür. Sobald die Werte wieder im Normbereich sind, schaltet sich der Alarm ab; Sie können das Piepen durch Drücken einer beliebigen Taste stummschalten.

Frage: Kann ich die Alarmschwellen selbst einstellen?
Antwort: Ja, im Einstellungsmenü können Sie festlegen, ab welcher Abweichung (z. B. +/- 0,5°C oder 5% Luftfeuchtigkeit) das Gerät warnen soll. Dies gibt Ihnen die nötige Sicherheit, um rechtzeitig eingreifen zu können, bevor die Brut Schaden nimmt.

Frage: Muss ich die Belüftung manuell einstellen?
Antwort: Nein, die leistungsstarken Ventilatoren arbeiten vollautomatisch und sorgen für eine gleichmäßige Luftzirkulation. Achten Sie lediglich darauf, dass die äußeren Lüftungsöffnungen (Air-Vents) nicht durch Gegenstände oder Wände blockiert sind, damit immer frischer Sauerstoff nachströmen kann.

Frage: Darf ich die Maschine während des Schlupfs öffnen?
Antwort: Ja, das Öffnen der Tür ist in dieser Zeit in der Regel unbedenklich. Da unsere Maschinen die Zieltemperatur und Luftfeuchtigkeit nach dem Schließen sehr schnell wieder aufbauen, schadet die kurze Unterbrechung der Brutruhe nicht. In der Natur ist dies durch das Aufstehen der Glucke ebenfalls vorgesehen.

Während der Schlupfphase (ab dem 18. Tag): In dieser Phase sollten Sie das Öffnen der Tür konsequent vermeiden. Wenn die Küken beginnen, die Schale anzupicken, ist ein stabiles Mikroklima (besonders die hohe Luftfeuchtigkeit) lebenswichtig.

Frage: Wie erkenne ich unbefruchtete Eier?
Antwort: Nach ca. 5–7 Tagen können Sie die Eier mit einer Schierlampe durchleuchten. Unbefruchtete Eier bleiben komplett hell (wie ein frisches Speiseei). Befruchtete Eier zeigen zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich das „Spinnennetz“ aus Blutgefäßen und den dunklen Keimpunkt.

Frage: Was passiert, wenn der Strom ausfällt?
Antwort: Die isolierten Gehäuse halten die Wärme bei geschlossenem Deckel/Tür bis zu 6–7 Stunden stabil. Die Embryonen sind kurzzeitig recht robust gegen Temperaturabfälle. Bei häufigen Stromausfällen empfiehlt sich der Anschluss an eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) oder eine 12V-Batterie.

Frage: Warum ertönt ein Alarm?
Antwort: Der Alarm warnt Sie akustisch, wenn Temperatur oder Feuchtigkeit die Sicherheitsgrenzen verlassen (z. B. durch eine offen gelassene Tür oder einen leeren Wassertank). Prüfen Sie bei Alarm sofort die Anzeige im Display und beheben Sie die Ursache; das Piepen lässt sich durch Drücken einer beliebigen Taste stummschalten.

Schlupfphase

Frage: Wann beginnt die Schlupfphase?
Antwort: Bei Hühnereiern beginnt die Schlupfphase am 18. Bruttag. Zu diesem Zeitpunkt werden die Eier nicht mehr gewendet und auf die Schlupfhorden umgelegt, damit die Küken sich für das Anpicken der Schale richtig positionieren können.

Frage: Wie bereite ich die Maschine auf den Schlupf vor?
Antwort: Stoppen Sie die Wendung, indem Sie den Stecker des Wendemotors ziehen. Legen Sie die Eier flach in die Schlupfkörbe. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit auf ca. 65–75 %, damit die Eihaut geschmeidig bleibt und die Küken leichter schlüpfen können.

Frage: Warum darf die Tür während des Schlupfs nicht geöffnet werden?
Antwort: Beim Öffnen bricht das feucht-warme "Schlupfklima" sofort zusammen. Die Eihaut kann dadurch zäh wie Leder werden und am Küken festkleben. Das Küken kann sich dann nicht mehr im Ei drehen, um die Schale zu öffnen.

Frage: Wie lange bleiben die Küken nach dem Schlupf im Gerät?
Antwort: Die Küken sollten nach dem Schlupf noch ca. 24 Stunden im Brutgerät bleiben, bis sie vollständig trocken und flauschig sind. In dieser Zeit zehren sie noch von ihrem Dottersack und benötigen weder Futter noch Wasser.

Frage: Was mache ich mit Eiern, die nicht pünktlich schlüpfen?
Antwort: Haben Sie Geduld. Der Schlupf kann sich durch Temperaturschwankungen um 1–2 Tage verzögern. Lassen Sie die Maschine so lange geschlossen, bis alle lebensfähigen Küken trocken sind und entnommen werden können.

Nach dem Schlupf

Frage: Wie reinige ich die Maschine nach dem Schlupf?
Antwort: Entfernen Sie zuerst alle Eierschalen und Flaumfedern. Wischen Sie den Innenraum und die Schlupfhorden mit einem feuchten Tuch und einem milden Desinfektionsmittel ab. Achten Sie darauf, dass kein Wasser direkt in die Motoren oder die Steuerelektronik gelangt.

Frage: Warum ist die Reinigung so wichtig?
Antwort: Während des Schlupfs entstehen durch Blutreste, Eiweiß und Flaum ideale Bedingungen für Bakterien. Eine gründliche Reinigung verhindert, dass Krankheitserreger auf die nächste Brut übertragen werden und die Schlupfrate drastisch senken.

Frage: Wie reinige ich das Humisonic™-System oder die Wasserschalen?
Antwort: Leeren Sie restliches Wasser vollständig aus. Kalkablagerungen können vorsichtig mit einer leichten Essiglösung entfernt werden. Spülen Sie alles gut mit klarem Wasser nach, damit keine chemischen Rückstände die nächste Brut gefährden.

Frage: Muss die Maschine nach der Reinigung trocknen?
Antwort: Ja, lassen Sie die Maschine nach der Reinigung bei geöffneter Tür für mindestens 24 Stunden vollständig austrocknen. So verhindern Sie Schimmelbildung an schwer zugänglichen Stellen oder in den Dichtungen.

Frage: Was muss ich vor der nächsten Brut beachten?
Antwort: Bevor Sie neue Eier einlegen, stecken Sie den Wendemotor wieder ein und führen Sie einen kurzen Testlauf durch. Lassen Sie die Maschine zudem mindestens 24 Stunden probelaufen, um sicherzustellen, dass Temperatur und Feuchtigkeit wieder stabil geregelt werden.

Problemlösungen

Frage: Warum schlüpfen manche Küken zu früh oder zu spät?
Antwort: Die Brutdauer wird maßgeblich von der Temperatur beeinflusst. Eine dauerhaft zu hohe Temperatur führt zu einem verfrühten Schlupf (Frühschlupf), während eine zu niedrige Temperatur die Entwicklung verzögert und zu einem verspäteten Schlupf (Spätschlupf) führt.

Frage: Warum ist die Schlupfrate niedrig, obwohl die Eier befruchtet waren?
Antwort: Eine niedrige Schlupfrate trotz Befruchtung kann viele Ursachen haben: Schwankende Temperaturen während der Brut, eine falsche Luftfeuchtigkeit (zu trocken oder zu nass), eine zu lange oder falsche Lagerung der Bruteier vorab oder ein schlechter Gesundheits- und Ernährungszustand der Elterntiere.

Frage: Warum sterben manche Küken im Ei?
Antwort: Wenn voll entwickelte Küken nicht schlüpfen, liegt es häufig an einer falschen Luftfeuchtigkeit in der Schlupfphase (Eihaut wird zu zäh). Sterben Embryonen früher ab, sind oft zu seltenes Wenden, mangelnde Belüftung (Sauerstoffmangel) oder Infektionen durch unzureichende Hygiene die Ursache.

Frage: Wie verhindere ich Kalkablagerungen im Befeuchter?
Antwort: Verwenden Sie für das Humisonic™-System oder die Wasserschalen sauberes, möglichst kalkarmes Wasser (oder destilliertes Wasser). Bei Modellen mit Befeuchterscheibe sollten Sie diese regelmäßig reinigen oder austauschen, um die volle Verdunstungsleistung zu erhalten.

Panel-Einstellungen

Frage: Wie kontrolliere ich die Innentemperatur?
Antwort: Drücken Sie einmal die Taste T, das Display zeigt für 2 Sekunden den eingestellten Sollwert (tset) an.

Frage: Wie kann ich den Sollwert der Luftfeuchtigkeit sehen?
Antwort: Drücken Sie einmal die Taste H, das Display zeigt für 2 Sekunden den eingestellten Feuchtigkeitswert (hset) an.

Frage: Wie stelle ich die Temperatur ein?
Antwort: Halten Sie die Taste T 2 Sekunden lang gedrückt. Der Wert blinkt, nun können Sie ihn mit dem Pfeil-Tasten einstellen.

Frage: Wie stelle ich die Luftfeuchtigkeit ein?
Antwort: Halten Sie die Taste H, 2 Sekunden lang gedrückt. Der Wert blinkt, nun können Sie ihn mit dem Pfeil - Tasten einstellen.

Frage: Wie schalte ich das Licht ein oder aus?
Antwort: Drücken Sie die untere Pfeil - Taste . Falls nicht manuell ausgeschaltet, erlischt das Licht automatisch nach 3 Minuten.

Frage: Kann ich das Display sperren?
Antwort: Ja. Halten Sie gleichzeitig die Tasten H und die Pfeiltaste (unten) für 3 Sekunden gedrückt. Auf dem Display erscheint „loc on/off“.

Frage: Wie kann ich den Alarm stummschalten?
Antwort: Drücken Sie die Pfeil-Taste (obere) für 3 Sekunden. Der Alarm wird für 15 Minuten stummgeschaltet.

Frage: Kann ich die Raumtemperatur und -feuchtigkeit sehen?
Antwort: Ja. Drücken Sie die untere Pfeiltaste, um die Messwerte des zweiten Sensors (Raumtemperatur und -feuchtigkeit) anzuzeigen.

Alarme

Frage: Warum ertönt ein akustischer Alarm?
Antwort: Der Alarm wird ausgelöst, wenn die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit von den eingestellten Sollwerten abweicht. Dies dient als Sicherheit, damit Sie rechtzeitig eingreifen können, bevor die Brut Schaden nimmt.

Frage: Wie kann ich den Alarm vorübergehend stummschalten?
Antwort: Drücken Sie die obere Pfeiltaste für 3 Sekunden. Der akustische Alarm wird dadurch für 15 Minuten deaktiviert, damit Sie die Ursache (z. B. Wasser nachfüllen oder Tür schließen) in Ruhe beheben können.

Frage: Wie gelange ich in das Benutzermenü für die Alarmeinstellungen?
Antwort: Halten Sie die Tasten T und H gleichzeitig für 3 Sekunden gedrückt. Mit der T-Taste springen Sie zum nächsten Parameter, und mit den Pfeil -Tasten ändern Sie die Werte. Um zu speichern, halten Sie T und H erneut für 3 Sekunden gedrückt.

Frage: Ab wann wird der hohe Feuchtigkeitsalarm (hhi) ausgelöst?
Antwort: Der Alarm hhi startet standardmäßig, wenn die Feuchtigkeit den Sollwert um +10% überschreitet. Er wird mit einer Verzögerung von 20 Minuten aktiv und durch das Kennzeichen Alr 5 im Display sowie einen dauerhaften akustischen Alarm angezeigt.

Frage: Was bedeutet die Einstellung "hlo" im Menü?
Antwort: hlo steht für den niedrigen Feuchtigkeitsalarm. Er wird ausgelöst, wenn der Wert um -10% unter den Sollwert fällt. Das Kennzeichen im Display ist Alr 6 und der akustische Alarm ertönt phasenweise.

Frage: Wie sind die Temperaturalarme (thi und tlo) eingestellt?
Antwort: Der hohe Temperaturalarm (thi) startet bei einer Abweichung von +0,8°C zum Sollwert (Kennzeichen Alr 1, Dauer-Alarm). Der niedrige Temperaturalarm (tlo) startet bei einer Abweichung von -2,0°C nach einer Verzögerung von 30 Minuten (Kennzeichen Alr 2, phasenweiser Alarm).

Frage: Was bedeuten die Parameter tco und hco?
Antwort: Dies sind die Kalibrationswerte für Temperatur (tco) und Feuchtigkeit (hco). Achtung: Dies sind äußerst kritische Parameter. Eine unbedachte Änderung kann die Schlupfrate verringern und zum Verlust der Küken führen.

Frage: Kann ich einen zweiten Sensor für die Raumüberwachung anschließen?
Antwort: Ja, unter dem Parameter uS2 können Sie auswählen, ob ein zweiter Sensor (th) oder ein IoT-Modul (iot) angeschlossen ist. Ist "th" gewählt, können Sie eigene Alarmgrenzen für die Raumtemperatur (rtl/rth) und Raumfeuchtigkeit (rhl/rhh) festlegen.

Frage: Wie aktiviere ich die Alarme für den zweiten Sensor?
Antwort: Nutzen Sie die Parameter rAt für den Raumtemperatur-Alarm und rAh für den Raumfeuchtigkeits-Alarm. Stellen Sie diese auf "On", um die Überwachung zu aktivieren, oder auf "Off", um sie passiv zu schalten.

Periodische Kühlung (APK)

F: Wie aktiviere ich die periodische Kühlung?
A: Drücken Sie die Tasten U und D gleichzeitig für 3 Sekunden, um das Menü zu öffnen.
Stellen Sie den Parameter cIF auf „On“.


F: Was bedeutet zeitgesteuerte Kühlung (CLT)?
A: Heizung und Befeuchtung werden für die festgelegte Zeit abgeschaltet.


F: Was bedeutet temperaturgesteuerte Kühlung (CLS)?
A: Heizung und Befeuchtung bleiben ausgeschaltet, bis die Werte auf die eingestellten
Zielwerte gefallen sind.


F: Kann ich Kühlintervalle einstellen?
A: Ja. Mit dem Parameter Cpr können Intervalle von 6, 8, 12, 18, 24, 48 oder 72 Stunden eingestellt werden.



Haben Sie noch Fragen oder Anmerkungen?